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Mit dem Bausparer ins Eigenheim

  • Von OP
  • Veröffentlicht 4. Januar 2019
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Die Immobilienfinanzierung durch den Bausparvertrag ist der absolute Klassiker unter den Finanzierungsmethoden. So kann man schon früh anfangen für den Traum vom Eigenheim zu sparen und sich damit bereits ein kleines Polster schaffen, wenn es dann endlich soweit ist. Ungefähr jeder zweite Deutsche hat in seinem Leben mindestens einmal einen Bausparvertrag abgeschlossen, häufig auch ganz am Anfang des Berufslebens. Doch wie funktioniert das Bausparen eigentlich im Detail?

Der Bausparvertrag im Allgemeinen

Ein Bausparvertrag ist nichts anderes als eine bestimmte Form des Sparvertrages, der in der Regel zur Finanzierung einer Immobilie, Umbaumaßnahmen oder sonstigen mit einer Immobilie im Zusammenhang stehende Investition verwendet wird. Zu Beginn des Vertrages wird deswegen auch ein Zinssatz vereinbart, zu dem man später dann ein Darlehen für diesen Zweck aufnehmen kann, erklären die Experten von Immobilienspot. Zuvor wird von der Bausparkasse und der Sparer eine bestimmte Bausparsumme festgelegt, die vom Sparer regelmäßig eingezahlt werden muss. Wenn die festgelegten Bedingungen erfüllt sind, besteht die Möglichkeit der Zuteilung durch die Bausparkasse und das Darlehen kann in Anspruch genommen werden.

Einzahlen, Auszahlen & Co.

Die Kriterien für die Zuteilung, also Auszahlung, des Darlehens sind bei jeder Bank unterschiedlich. Es gibt zwar gewisse Grundzüge in den Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge, die gesetzlich festgelegt sind und an die sich jeder zu halten hat, die Ausgestaltung ist allerdings den Bausparkassen selbst überlassen. Ein gewisses Mindestguthaben (meist zwischen 40 und 60 Prozent) verlangt allerdings jede Bausparkasse. Des Weiteren wird oft eine sog. Bewertungspunktzahl gefordert und eine Mindestvertragslaufzeit sollte erfüllt sein, die ebenso mit Vertragsabschluss festgelegt wird und in der Regel nicht unter 12 Monate beträgt. Die Zuteilung erfolgt dann mit dem Bausparguthaben anderer Sparer. Hier ergibt sich häufig ein Problem: Es kann nicht garantiert werden, dass zu einem gewissen Zeitpunkt die gewünschte Summe vorhanden ist.

Geld vom Staat

Der Bausparvertrag kann sowohl durch die Arbeitnehmersparzulage, die wiederum an Vermögenswirksame Leistungen gekoppelt ist, als auch die Wohnungsbauprämie gefördert werden. Der Staat hat hieran gewisse Bedingungen gekoppelt, über die man sich im einzelnen auf jeden Fall informieren sollte. So schenkt man nichts her und kann auf die Laufzeit gerechnet eine schöne Extrasumme einsparen.

Warum einen Bausparvertrag nutzen?

Ein Bausparvertrag stellt eine sehr lukrative Möglichkeit dar, eine Baufinanzierung zu günstigen Konditionen zu erhalten. Der durchaus größte Vorteil ist, dass der Zinssatz für das Baudarlehen bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses festgesetzt wird und der Sparer dadurch eine entsprechende Planungssicherheit erhält, zumindest in Punkto Zinsen.

Zudem sind die Zinskonditionen für Bauspardarlehen auch günstiger als vergleichsweise bei Hypotheken und die Tilgungen anfänglich recht gering. So ist die Belastung nicht so hoch und kann dann gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt angepasst werden.

Last but not least: Auch dieser Vorteil sollte nicht außer Acht gelassen werden. Bei der Bauspardarlehensabsicherung wird dieses nachrangig im Grundbuch eingetragen, somit bleibt die Möglichkeit einer eventuell zusätzlichen Hypothek offen.

Was spricht dagegen?

Die beiden größten Nachteile sind unumstritten der unklare Zuteilungszeitpunkt, sowie niedrige Guthaben Verzinsungen. Wer sein Geld also einfach nur anlegen möchte, sollte sich einen Bausparvertrag gut überlegen. Hier gibt es oftmals bessere Möglichkeiten, sein Geld möglichst gewinnbringend anzulegen.

Als Finanzierungsmöglichkeit der eigenen Immobilie stellt er allerdings eine interessante Alternative zu den herkömmlichen Darlehen dar, ebenso in Kombination mit der klassischen Hypothek. Man sollte allerdings entsprechend früh beginnen, um nicht unter Zeitdruck zu geraten.

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